Mai, 2016 /

Plötzlich rückfällig? Neue mobile Hilfe in der entscheidenden Sekunde

Herr K. hat sich seit seiner stationären Therapie vor zwei Jahren konsequent von jedem Spielautomaten ferngehalten. Das fiel ihm nicht immer leicht.  Aber jetzt sitzt er vor einem blinkenden Automaten, sein Portemonnaie ist leer, er hat alles verspielt. Er erwacht wie aus einer Trance.Eigentlich ist er aus dem Haus gegangen, um Lebensmittel zu kaufen. Seine Frau wartet sicher schon. Wie spät ist es überhaupt? Ein Blick auf sein Handy verrät ihm, dass er bereits seit zwei Stunden hier ist. Außerdem hat er sieben verpasste Anrufe, keine hinterlassenen Nachrichten. Ihm wird ganz kalt, ein Abgrund tut sich vor ihm auf. Schuld- und Schamgefühle überkommen ihn. Das bittere Gefühl, wieder einmal alle enttäuscht zu haben, die noch an ihn glaubten. Er fürchtet den Blick in den Spiegel ebenso wie die Kommentare der anderen oder noch schlimmer- deren Schweigen. Wie gerädert fühlt er sich, als er sich aufrafft, um nach Hause zu gehen. Verheimlichen kann er diesen Ausrutscher nicht, das ist ihm klar. Also wird er mit seiner Frau sprechen und beim nächsten Treffen seiner Selbsthilfegruppe ebenfalls darüber reden.

Viele Fragen stürzen auf ihn ein. Ist seine Sucht stärker als er? Ist sein Wille nicht stark genug? Ist er ein hoffnungsloser Fall? Und vor allem: Wie kam es dazu, dass er einfach so rückfällig geworden ist?

 

Natürlich können wir nur Vermutungen anstellen, was in Herrn K. vorging, als er die Spielhalle betrat und dann auch anfing zu spielen. Wahrscheinlich ist aber, dass nicht nur eine, sondern viele Ursachen zu seinem Ausrutscher beigetragen haben.  Vielleicht hat er hat im Stillen gehofft,  seine Sucht überwunden zu haben und ist daher nicht mehr regelmäßig zu Treffen seiner Gruppe gegangen. Oder die Balance zwischen Aktivitäten und Ruhephasen stimmte schon länger nicht mehr. Vielleicht gab es in letzter Zeit Konflikte bei der Arbeit oder im privaten Umfeld. Und in dem einen entscheidenden Moment hat Herr K. dem Druck dann nachgegeben.

 

Was hätte ihn eventuell noch bremsen können? Ein Notfallplan, den er immer dabei hat und den er blitzschnell aufrufen kann, damit er ohne Rückfall aus der kritischen Situation rauskommt. Einen solchen Notfallplan in mobiler Form gibt es jetzt:

Die Suchthilfe App: Strategien gegen den Rückfall

Bei Google Play im Store und in Kürze auch bei Apple

Mehr Infos dazu auch unter www.suchthilfeapp.de und bei YouTube.

 

 

zurück