September, 2015 /

Der perfekte Moment

Ich bin sicher, du kennst das auch: Trotz fester Absicht zögern wir manchmal, eine getroffene Entscheidung tatsächlich umzusetzen. Der allererste Schritt erscheint uns so schwierig. Vor allem, wenn wir nicht wissen, wohin der neue Weg uns hinführt oder wir Risiken eingehen müssen, um erfolgreich zu sein. Oftmals warten wir auf den perfekten Moment. Den richtigen Zeitpunkt, einen guten Vorsatz umzusetzen, ein wichtiges Gespräch zu führen, um beruflich neue Wege zu gehen. Aber wenn sich der perfekte Moment und die perfekten Umstände nun nicht ergeben? Oder wenn man zu lange wartet? Dann kann es passieren, dass wir uns weiter in unserer persönlichen Warteschleife aufhalten und unser Vorhaben früher oder später mit Bedauern aufgeben. Wir verpassen in diesem Fall eine Chance zu lernen und zu wachsen. Und finden womöglich nicht heraus, was wirklich in uns steckt.

Wie wäre es, wenn wir Bedenken und Ängste dankbar zur Kenntnis nehmen, da sie uns auf mögliche Gefahren aufmerksam machen und gleichzeitig nutzen wir einen Moment, der vielleicht nicht perfekt ist, aber gut genug? So wie wir uns selbst auch niemals perfekt auf alles vorbereiten können – aber eben so gut es geht. Denn, wie bereits Seneca sagte: „Nicht weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer.“

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